Mini implants

Hier ist alles “mini”: Behandlungszeit, Implantatgröße und Kosten. Aber sind Mini-Implantate wirklich empfehlenswert?

Mini-Implantate sind nur wenige Millimeter dünn und kürzer als herkömmliche Implantate. Sie können ohne langwierige Behandlung an nur einem Tag verankert werden und direkt nach dem Eingriff in Grenzen belastet werden. In der Regel wird eine provisorische Prothese aufgesetzt bevor die Implantate dann nach etwa einem halben Jahr voll belastbar sind. Interessant sind sie insbesondere für PatientInnen, die wenig Kieferknochensubstanz aufweisen oder aufgrund von Krankheit oder Alter nicht belastbar genug für einen tiefergehenden Eingriff sind. Zudem sind sie auch noch deutlich günstiger als herkömmliche Implantate, da sie einteilig und daher leichter herzustellen sind.

Bevor Sie nun zum Telefonhörer greifen, um einen Termin für Ihren Eingriff zu vereinbaren, sollten Sie sich bewusst machen, dass Mini-Implantate nicht als Alternative zu herkömmlichen Implantaten anzusehen sind. Sie bieten eine Option für Menschen, die aus den genannten Bedingungen mit dem normalen Implantationsprozess überfordert sind. Sie verbessern den Halt von Voll- und Teilprothesen, sind jedoch kaum geeignet, um ganze Zähne oder Brücken zu halten. Sie halten lang nicht so gut im Mund wie vollwertige Zahnimplantate und können auch leichter brechen.

Lassen Sie sich nicht von Werbeversprechen (“Implantate an einem Tag”) in die Irre führen: Mini-Implantate stellen bei normalen Voraussetzungen keine Alternative zu einem Zahnimplantat dar. Sie können aber in den genannten Fällen durchaus angezeigt sind.